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Auf dieser Seite erfahren Sie etwas über die Register und deren Namen. Auch hier gilt: Die Liste erhebt keinen Anpruch auf Vollständigkeit!
* Äoline (lat./gr. Aiolos) war der Gott des Windes. Sehr enges, zartes Streichregister.
* Bärpfeife, entweder weite Spitzflöte, oder Regal (Zungenstimme) mit weiten Aufsätzen in Doppelkegelform
* Blockflöte, eine Flöte meist 4´ oder 2´ weiter Mensur
* Bombarde (frz), Trompete oder Posaune, kräftige Zungenstimme
* Bourdon (frz), Gedeckt in 16´ oder 8´
* Carillon (frz) entweder zusammengesetztes Labialregister oder Glockenspiel
* Choralbass, Pedaloktave 4´ zur Führung des Cantus Firmus in Alt/Tenorlage
* Clairon (frz), Trompete 4´
* Contrebasse (frz), Untersatz, Subbass in der Regel 16´ auch 32´
* Cor de nuit (frz), Nachthorn, in der Regel 8´
* Cromorne (frz), Krummhorn, in Frankreich in voller Länge gebaut, C = 4´
* Cymbale (frz), Zimbel, Scharff
* Diapason (engl), Principal, meist 8´
* Dolkan, ein Labialregister, meist 4´ oder 8´ mit trichterförmigen Körper
* Doppelflöte, offenes oder gedecktes Holzregister zu 8´ mit zwei Labien, die sich an der Schmalseite der Pfeife gegenüber stehen
* Doublette (frz), Superoktav 2´ als Teil des Plein jeu
* Dulzian, zylindrisches Rohrwerk voller Länge zu 16´ oder 8´. Im Gegensatz zum Krummhorn beginnt der Aufsatz mit einem kurzen trichterförmigen Fuß, Zugenstimme
* Englisch Horn, ein Zungenregister mit trichterförmigem Aufsatz, der am oberen Ende in einen kurzen Doppelkegel ausläuft
* Fagott, Zungenregister als Baß zum Register Oboe, bei Gottfried Silbermann als relativ enge Trompete
* Fifteenth (engl), Superoktave 2´
* Flachflöte, leicht konisches Register mit breitem Labium und niedrigem Aufschnitt zu 8´, 4´ und 2´
* Flageolet (frz), Flageolett (dt), Flötenregister zu 2´ oder 1´, zylindrisch oder konisch
* Flûte (frz), Flöte, gibt es in verschiedenen Varianten, hier einige Beispiele:
* Flûte allemande, Deutsche Flöte, gemeint ist weitgehend speziell die Militärflöte
* Flûte douce = Blockflöte
* Flûte harmonique, zylindrische Offenflöte 8´, ab c2 überblasend
* Flûte octaviante = Flûte harmonique 4´, ab c1 überblasend
* Flûte traversière, Querflöte, bei Aristide Cavaillé-Coll nicht überblasend
* Fourniture (frz), Mixtur
* Fugara, Hirtenflöte, ein Streicher, zylindrisch-offen-enger Form
* Gedeckt, parallelwandiges, gedecktes Register zu 8´, da der Wind durch die Abdeckung den doppelten Weg zurücklegt, ist ein 8´-Register nur in 4´-Fuß-Größe gebaut
* Gemshorn, ein konisch-offenes Register, Streicher
* Hautbois (frz) = Oboe
* Hintersatz, zunächst alles das, was nicht im Prospekt stand, später das, was nicht auf der Prinzipal- sondern auf der Mixturlade stand, heute Bezeichnung einer Großmixtur im Pedalwerk
* Hohlflöte, oft andere Bezeichnung für Rohrflöte 8´ oder 4´
* Klarinette, ursprünglich Zugenregister mit zylindrischem Aufsatz weiter Mensur, ab dem 19. Jahrhundert auch mit durchschlagender Zunge
* Kontrabaß, ein enges, offenes, streichendes Pedalregister meist aus Holz
* Koppel, in älterer Zeit oft Bezeichnung für Prinzipal oder Oktave 2´, heute auch für Gedeckt gleicher Lage...
* Koppelflöte, von Praetorius als weites zylindrisches Register beschrieben, mit kurzem, konischen Aufsatz
* Kornett (auch Cornett), 1. Pedalzungenregister (Singend Kornett 2´), 2. ein vier oder fünffach besetztes Diskantregister einer Rohrflötenreihe, bestehend aus: 8´ (kann fehlen, dann vierfach besetzt), 4´, 2 2/3´, 2´ und 1 3/5´.
* Krummhorn, eines der ältesten Zungenregister mit voller Aufsatzlänge. Die Aufsätze sind zylindrisch, und zwar sofort vom Stiefel aus, der obere Teil des Aufsatzes ist oft leicht trichterförmig angelegt. Die Weite nimmt über den Klaviaturverlauf hin nur wenig ab. Ältere Namen für das Krummhorn waren Schalmei und Rauschpfeife. Heute sind diese Namen anders besetzt.
* Larigot, im klassischen Pariser Orgelbau die Bezeichnung der Quintflöte 1 1/3´ des Positivs, entspricht im deutschen Orgelbau dem Sifflet 1 1/3´ des Rückpositivs
* Mixtur, neben dem Praestanten das älteste Orgelregister. Ursprünglich auf 8´-Basis, später auf 4´-Basis. Nachdem Oktave 4´, Quinte 2 2/3´ und Oktave 2´ in die Orgel Einzug gehalten hatte, wurde die Grundlage der Mixtur meist auf 2´ oder 1´ gewählt. Die Mixturen repetieren, das heißt springen in eine andere Lage nach folgendem Schema:
F - e 1´ 2/3´ 1/2´ 1/3´
f - e1 2´ 1 1/3´ 1´ 2/3´
f1 - f2 4´ 2 2/3´ 2´ 1 1/3´
Diese Mixtur wäre also 4fach (besetzt).
* Montre (frz), Principal der im Prospekt steht
* Nachthorn, 1. Bezeichnung der Quintadena in der Vierfußlage, 2. Terminus für eine weite offene Pedalflöte im Zweifußton, 3. ein sehr weites, zylindrisch-offenes Manualregister, im altniederländischen Orgelbau belegt.
* Nasard (auch Nazard, Nassat) (frz), weite Quinte 2 2/3´, im Bass oft gedeckt gebaut, als Rohrflöte oder Spitzflöte, im Diskant oft zylindrisch offen
* Oboe, ein Zungenregister mit schmale, trichterförmigen Aufsätzen, deren oberes Drittel leicht erweitert ist.
* Octavin (frz), Zweifußlage der Register Flûte harmonique und Flûte octaviante, d.h. zylindrisch offen und ab c überblasend
* Offenflöte, eine zylindrisch-offene, verhältnismaßig weite Pfeifenreihe
* Oktave, das Oktavregister zum Principal, kommt in 8´, 4´, oder 2´-Lage vor, je nachdem der Prinzipal in 16´, 8´, oder 4´-Lage gebaut ist.
* Pommer, ein gedecktes Labialregister aus Metall oder Holz, in der Weite zwischen Gedeckt und Quintadena. Der Name wird mit dem gleichnamigen Blasintrument in Verbindung gebracht. Kommt meist als 16´ oder 8´ vor.
* Posaune, das älteste Zungenregister des Pedalwerkes, zur Choralführung gebraucht, zunächst meist als 8´ angelegt, später auch in den Lagen 16´ (heute in der Regel) und 32´, stets mit trichterförmigen Aufsätzen voller Länge versehen aus Metall oder Holz.
* Prästant = Prinzipal im Prospekt
* Prestant (frz), Oktave 4´
* Principal (auch Prinzipal), das wichtigste Labialregister, meist in den Prospekt gesetzt und dann gern in stärkster Zinnlegierung ausgeführt. Gehört zu den Grundstimmen der Orgel
* Quarte du nazard (frz), eine weite zylindrische Pfeifenreihe zu 2´ im Quartabstand.
* Querflöte, wird meist anders angeblasen als die Blockflöte, daher der schärfere Klang und daher die engere Mensur des Registers. Im deutschen Orgelbau meist überblasend gebaut.
* Quintadena, ein enges Gedeckt, das neben seinem Grundton die Duodezime hören läßt
* Quinte, ein meist im 2 2/3´-Ton gebautes Prinzipalregister, klingt zu seinem Grundton im Quintabstand
* Quintflöte, eine Quinte weiter Mensur, daher weicher im Klang, meist in 2 2/3´ aber auch in 1 1/3´ gebaut
* Rankett, ein Zungenregister 16´ oder 8´ mit gedecktem Aufsatz. Im Innern befindet sich ein Aufsatz in Form einer langen, gewundenen Röhre.
* Rauschpfeife, Verbindung zweier Reihen zu 2 2/3´ und 2´ in Prinzipalmensur
* Recorder (engl) = Blockflöte
* Regal, ein Zungenregister mit mehr oder weniger stark verkürztem Aufsatz
* Rohrflöte, ein sogenanntes Halbgedeckt, d.h. ein Gedeckt mit innen oder außen an den Deckel gelöteten mehr oder weniger langen, bzw. weiten Röhrchen. Die unharmonischen Obertöne der Röhrchen erklingen nur im Ansatz.
* Salicional, enge, streichende leicht trichterförmig-offene Pfeifenreihe, Streicher
* Schalmei, zunächst als alternative Bezeichnung für das Krummhorn gebraucht, später als Trompete 4´ gebaut, bei Praetorius ist die Schalmei ein trichterförmiges Zungenregister voller Länge zu 4´
* Scharff = Zimbel, die hohe der beiden Quintmixturen, mit denen im älteren deutschen und französischen Orgelbau der Principalchor nach oben hin abgeschlossen wurden. Repetiert wie Mixtur.
* Schwegel, Bezeichnung von Streichern, wie Salicional oder Viola da gamba
* Schweizerpfeife, ein zylindrisch-offenes, sehr enges Register.
* Sesquialtera, in der Regel zweifach besetztes Prinzipalchorregister zu 2 2/3´ und 1 3/5´.
* Sifflet, ein zylindrisch-offenes Register hoher Tonlagen, gebaut bald in weiter Mensur zu 1 1/3´, bald in Principalmensur als Oktave 1´. Der Name wird abgeleitet von sifflet (frz), was Pfeife bedeutet. Heute wird meist der Name Sifflöte verwendet.
* Spillflöte, ein offenes Labialregister, dessen Körper zum einen Teil zylindrisch ist und zum ander konisch.
* Spitzflöte, ein offenes Labialregister, dessen Körper durchgehend konisch ist.
* Superoktave, bei achtfüßigem Principalfundament Vertreter der 2´-Lage, bei Principal 16´ steht sie im Vierfuß, bei Prinzipal 4´ im Einfußton.
* Tremulant, (frz: Temblant) verändert den steten Windzufluß, so dass die Töne zu "wackeln" scheinen.
* Terz, Aliquotregister, meist 1 3/5´. Gehört von der Mensur zum Prinzipalchor. Klingt eine Terz über dem Grundton.
* Terzflöte, eine Terz in weiter Mensur der Flöten.
* Tierce (frz), Terz im franzöischen Orgelbau, meist weitmensuriert.
* Trompete, das wichtigste Zungenregister, die Trompete hat einen trichterförmigen Aufsatz voller Länge (6 Fuß Länge bei 8´-Ton)
* Trompette (frz), Trompete
* Trompette en chamade (frz), Trompete mit waagerecht nach dem Kirchenraum hin gerichteten Schallbechern, oft im Prospekt sichtbar
* Trompette harmonique, Trompete mit doppelt hohem Aufsatz, klingt daher weicher
* Tuba, eine Starktontrompete, die solistisch dem Tutti gegenübergestellt werden kann, wird meist mit höherem Winddruck angeblasen
* Unda maris (lat. Meereswelle). Eine zum ordentlichen Principal leicht höher (also "schwebend") gestimmte Pfeifenreihe. Aristide Cavaillé-Coll baute seine Unda maris eine Schwebungsreihe im Salicional-Charakter
* Untersatz, heute in der Regel als 16´, Holzregister, kommt auch als 32´ vor
* Viola da gamba, ein Streicher, zylindrisch-offen und sehr eng.
* Violoncello, ein Streicher nach dem Vorbild des Violoncello, im ital. Orgelbau auch ein dulzianartiges Zungenregister
* Violon (frz), ein Streicher nach dem Vorbild des Kontrabasses
* Voix célèste (frz), bedeutet "himmlische Stimme", eine Geigenschwebung, teils aus äußerst engen, zarten, teils aus stärkeren wie Viola da gamba bestehend
* Voix humaine (frz), bedeutet menschliche Stimme, ein Zungenregister mit verkürzten Aufsätzen verschiedener Form
* Vox humana, s. Voix humaine, ist meist klarer und lauter im Klang, eben Deutsch...
* Waldflöte, eine bald zylindrisch-, bald konisch-offene weite Flöte in hoher Lage, meist 2´ oder 1´, selten 4´.
* Zimbel (auch Zymbel), ein zusammengesetztes Register als höchster Teil des Principalchores in der gleichen Funktion wie die Scharff. Repetierendes Register
* Zimbelstern, ein sich vor, manchmal auch hinter, den mittleren Prospektpfeifen drehendes Schellenrad.
* Zink, ein zylindrisch-offenes Zungenregister weiter Mensur und voller Aufsatzlänge für den Manualdiskant. Im Pedal wurde der Zink zunächst "Kornett" genannt und als Regal gebaut mit relativ engem und relativ langem Aufsatz. Hier meist als 4´ oder 2´.
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