Montag, 11.10.2010  

 


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Martinus-Musik:
06.01.2011 - 19.00 Uhr
Prof. Werner Lechte - Marcel Brenneke

 


Instrumentenkunde

Streichinstrumente:
Seiteninstrumente bestehen aus: Steg, Corpus, Schalloch, Hals, Griffbrett, Wirbelkasten, Stimmstock

Violine:
Das heutige Aussehen war im 16. Jahrhundert fertig entwickelt. Vorläufer war die Viola da Gamba. Im 17./18. Jahrhundert wurden die heutigen Mensuren entwickelt. Der heutige Bogen wurde 1835 von Tourte entwickelt.
Saiten: g, d1, a1, e2

Viola:
Saiten: c, g, d1, a1

Violoncello:
Saiten: C, G, d, a (klingt eine Oktave tiefer als Viola)

Kontrabass:
Saiten: E, A, D, G (5. Saite C) [klingt eine Oktave tiefer, als notiert]

Harfe:
heute meist als Doppelpedalharfe, Tritt bedeutet Erhöhung um 1/2-Ton
Seit dem 8. Jahrhundert in Irland bekannt, seit 1720 Entwicklung zur Pedalharfe,
Umfang: 6 1/2 Oktaven

Blechblasintrumente:

Hörner:
Zunächst gab es nur Naturhörner mit denen nur Naturtöne gespielt werden konnten. Um mehr Töne spielen zu können, wurden Grifflochhörner (Zink) erfunden. Die ersten Klappenhörner (Ophikleide) entstanden 1817. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts entstanden Ventilhörner (Kornett, Flügelhorn, Tuba). Die heutigen Waldhörner sind dunkler und kräftiger im Klang. Die Stimmungen: B, Es, F.

Trompeten:
Auch bei den Trompeten gab es zuerst nur Naturtrompeten. Die ersten Ventiltrompeten (und damit eine Erweiterung der Klangmöglichkeiten) gab es erst 1832 (Drehventile durch Riedl in Wien) und 1839 (Punpventile durch Perinet in Paris). Im Barock gab es die sogenannten "Clarini".
Die heutigen Stimmungen: B, F, Es, C

Posaunen:
Posaunen sind (im Prinzip) Trompeten in tiefer Lage. Ventilposaunen setzten sich aber nicht durch. Stattdessen entwickelten sich die heutigen Posaunen mit Zügen. Posaunenchöre gab es schon seit Praetorius. Die heutigen Stimmungen: Altposaune Es, Tenorposaune B, Bassposaune F.

Holzblasinstrumente:

Flöten:
Blockflöten sind seit dem 16. Jahrhundert in ihrer ganzen Familie existent. Spielbar ist jede Blockflöte über zwei Oktaven, es gibt 7 Bohrungen und ein Überblasloch. Die Altflöte ist in g, die Bassflöte in B oder C gestimmt.

Querflöten gibt es seit dem 16. Jahrhundert im Orchester. Die große Flöte ist in C gestimmt, und wurde in ihrer heutigen Form 1832 nach Böhm gebaut. Seit 1847 gibt es die Klappen an der Flöte. Die Piccoloflöte ist im Orchester seit der 5. Symphonie von Ludwig van Beethoven. Sie klingt eine Oktave über der Querflöte.

Oboe, Oboe d´Amore, Englisch Horn, Fagott:
Die Oboe ist - wie Oboe d´Amore, Englisch Horn und Fagott - ein Doppelrohrblasinstrument. Vorgänger der Oboe waren Schalmei, Krummhorn und Rankett. Seit 1664 ist die Oboe im Orchester, wurde durch Lully in Frankreich eingeführt. Die Oboe ist in C gestimmt, die Oboe d´Amore in A, Englisch Horn in F, Fagott in C (eine Oktave unter der Oboe).

Klarinette:
Die Klarinette ist ein Einzelrohrblasinstrument. Sie kam erst mit der Mannheimer Schule ins Orchester. Gestimmt sind Klarinetten in B, A, C, die Bassklarinette in B, Bassethörner in F oder Es.
Schlaginstrumente:

Pauken:
Die Pauken kamen erst spät ins Orchester. Früher brauchte man nicht so viele Töne, daher gab es festgestimmte Kesselpauken, die man aber jeweils auf die notwendige Tonhöhe stimmen konnte. In der Entwicklung der Musik wurden immer mehr Töne verlangt, daraus entstanden die heutigen Pedalpauken, mit denen es möglich ist, verschiedene Töne in kurzer Zeit zu spielen. Pauken werden mit Schlegeln geschlagen. Während man früher Tierfelle zum Bespannen benutzte, werden heute meist Synthetik-"Felle" gebraucht.